SV-Weserbogen Stegansicht

Die Regatta: Beim Match Race segeln jeweils zwei gleichwertige Yachten auf einem beschriebenen Kurs direkt gegeneinander. Die Zeit ist für den Kurs ist nicht relevant, der jeweilige Sieger aus dem Rennen ist eine Runde weiter. Es werden so viele Races ausgeführt bis zuletzt möglichst nur 2 Boote (Idealfall) den letzten Lauf bestreiten. Ausnahme: sind zuletzt 3 Boote im Rennen, wird „Jeder gegen Jeden“ gesegelt. Sieger wird das Team mit 2 gewonnenen Races. Text: Jürgen Reipert


Der Bojenplan

Es werden 3 Bojen in einer Linie ausgelegt. Alle 3 Bojen werden im Laufe des Match-Race mindestens 1x umrundet. Die beiden oberen Bojen werden auf der Luv-Seite, die untere Boje (Zielboje) auf der Lee-Seite umrundet. Die mittlere Boje und die obere Boje werden im Wechsel von den Match-Booten umrundet (siehe: der Regattakurs).

Die Begrenzungen

Das Match-Race-Feld wird seitlich durch die Ufer begrenzt, in nordöstlicher Richtung durch die Bojenreihe zum oberen Seeteil.

Der Kursplan/ Kennzeichnung der Boote

Runde 1:
Ø die Sunrise (bzw. unser Jugend-Laser) umrundet zuerst die innere Tonne 1
Ø die Hydra (bzw. der 2. Laser) umrundet zuerst die äußere Tonne 2

Runde 2 nach Rundung der Start-/ Zielboje:
Ø die Sunrise (bzw. unser Jugend-Laser) umrundet anschließend die äußere Tonne 2
Ø die Hydra (bzw. der2. Laser) umrundet anschließend die innere Tonne 1

Je nach Teilnehmerzahl kann eine weitere Runde nach diesem Wechsel-Schema folgen. (beachtet die Regeln an den Bojen)

Bild 1: Beispiel Regattakurs bei südlichen Winden (Umrundungen gegen Uhrzeigersinn)

Startart 1 (vom Ponton oder Startboot)

SV-Regatta_Runde01

SV-Regatta_Runde02

In der Startart 2 wird von einer gedachten Startlinie (evtl. die Ziellinie je nach Raum im Stegbereich) aus gestartet (siehe: der Start)

Die Regeln

Zwei grundsätzliche Vorfahrtsregeln sind im Match-Race zu beachten:

Ausweichpflicht und Wegerecht:
Ø Ein ausweichpflichtiges Boot muss dem Boot mit Wegerecht ausreichend Raum zum Manövrieren lassen!
Ø Ein Boot mit Wegerecht muss einem ausweichpflichtigen Boot ausreichend Raum zum Manövrieren lassen!

Vorrang:
Ø Ein Boot mit Wind von Steuerbord hat Wegerecht vor einem Boot mit Wind von Backbord
Ø Bei Wind von der gleichen Seite hat das Boot in Lee Wegerecht.
Ø Ein klar voraus liegendes Boot hat Wegerecht.
Ø Beim Passieren von Bahnmarken hat die innenliegende Yacht im Radius von 2 Bootslängen Abstand von der Wendemarke Wegerecht, d.h. bei einer Überlappung muss dem innen liegenden Boot Raum zum Runden der Markierung gegeben werden.

Die Teams

Die Match-Teams finden sich selbstständig und melden sich am Renntag beim Regattaleiter an. Die 2-er Match-Teams, die jeweils gegeneinander segeln, werden zu jedem Match-Race den Booten neu zugelost. Das zuerst gezogene Team wird der „Sunrise“ zugelost.

Die Vorläufe

Bei einer ungleichen Anzahl von Race-Team wird im letzten Vorlauf entschieden, ob ein Race „Jeder gegen Jeden“ wie im Finallauf oder ein Rennen bei dem die ersten 2 Teams aus dem Dreierfeld weiterkommen, gesegelt wird.

Die Finalläufe

Es werden anschließend so viele Races ausgeführt bis zuletzt (möglichst) nur zwei Teams (Idealfall) den Finallauf bestreiten. Ausnahme: sind vor dem Finallauf noch drei Teams im Rennen, wird „Jeder gegen Jeden“ gesegelt. Sieger wird das Team mit zwei gewonnenen Races.

Die Startart

Die Startart ist abhängig von der Windstärke und der Windrichtung. Bei Wind aus südlicher Richtung wird beiliegend aus Startart 1 (StA1) (Helfer/ Festmacher auf Ponton oder Startboot dazwischen) das Match-Race gestartet. Bei nördlichen Windrichtungen wird der Start als Startart 2 (StA2) fliegend vor einer gedachten Startlinie zwischen einer weiteren Startboje (oder die Zielboje) und Steg ausgeführt. Die Startart wird vor Rennbeginn entschieden.

Die Startankündigung

Die beiden Matchboote liegen am Startboot (StA1) oder kreuzen vor der Startlinie (StA2). Drei kurze Pfiffe oder Signaltöne kündigen den Start in einer Minute an. Ein langer Ton startet das Match-Race.

Startart 1: Die beiden Boote werden von den Starthelfern freigegeben.

Startart 2: Die beiden Boote kreuzen in die Matchbahn ein.

Das Rennen

Kreuzen vor den Wendebojen ist erlaubt, die Bojen müssen nur in der Kursrichtung zur Mittelboje bzw, der oberen Boje in Luv umrundet werden. Die untere Boje wird aus Lee umrundet. Bei südlichen Winden werden die Bojen gegen den Uhrzeigersinn (linksherum), wie in der Skizze der Bojen gezeichnet, umrundet, bei nördlichen Winden im Uhrzeigersinn (rechtsherum).

Die Regeln

Zwei grundsätzliche Vorfahrtsregeln sind im Match-Race zu beachten: Das Boot mit dem Wind von rechts (Steuerbord) hat Vorfahrt, das gegnerische Boot muss sich freihalten. Im Zweibootslängenkreis von einer Wendeboje hat das innen liegende Boot Vorfahrt und darf zuerst wenden. Die Duelle verlaufen in der Regel auf engstem Raum. Über Sieg oder Niederlage entscheiden daher häufig nur ein paar Bootslängen.

Die Strafen (optional)

Bei falscher Umrundung einer Wendeboje (vor der Boje oder nicht in Luv) oder Start außerhalb der gedachten Startlinie wird eine Bootslänge pro Fehler abgezogen.